Lienhart
Malerei · Grafik
Arbeiten
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Rahmung
Rahmen schützen, begrenzen und vermitteln. Sie schaffen Distanz zum umgebenden Raum und geben dem Bild eine eigene räumliche Präsenz. Der Rahmen kann dabei selbst zur Inszenierung werden. Er vergrößert den Auftritt des Bildes, verschiebt Maßstäbe und widersetzt sich der Gleichförmigkeit einer Bilderwelt, in der alles im selben Strom vorbeizieht. Gerade in einer Gegenwart nahezu unbegrenzter Bilderproduktion gewinnt diese Funktion besonderes Gewicht: Der Rahmen schützt das Bild nicht nur materiell, sondern auch vor dem Verschwinden im visuellen Strom.
Die Rahmung ist grundsätzlich nicht Bestandteil des Werks und nicht Voraussetzung für dessen Erwerb. Jedes Bild kann auch ungerahmt, in der Form, in der es entstanden ist, erworben werden. Eine Rahmung ist eine zusätzliche Möglichkeit der Präsentation und wird dort eingesetzt, wo sie für das jeweilige Bild sinnvoll erscheint oder gewünscht wird.
Für gerahmte Präsentationen kommen derzeit unterschiedliche Formen zum Einsatz: Passepartout hinter Glas, ohne Passepartout hinter Glas sowie Schattenfuge. Welche Form gewählt wird, folgt keinem festen Schema. Sie ergibt sich aus Material, Format, Bildrand und Wirkung des einzelnen Werks. Dabei wird bewusst mit unterschiedlichen Formen der Rahmung experimentiert.
Manche Arbeiten lassen verschiedene Formen der Rahmung zu. Bei anderen schränken Material und Aufbau die technischen Möglichkeiten stärker ein. Soweit es technisch und bildnerisch sinnvoll ist, kann eine Rahmung gemeinsam mit einem Interessenten entwickelt oder abgestimmt werden. Bei Arbeiten auf Papier ist der Spielraum meist größer; bei Arbeiten auf Holz oder konstruktiv enger gebundenen Präsentationsformen entsprechend kleiner.
Publikationen
Erscheint in Kürze
Magie der Fläche
Eine ontologische Untersuchung der Bildfläche
In Vorbereitung
Warum tanzt der Mensch?
Über die Wirklichkeit
Über mich
Jörg Michael Lienhart lebt und arbeitet als Künstler in Südbaden.
Sein Weg zur Kunst verlief über Umwege. Studien der Biologie, der Theologie und der Kunst blieben ohne Abschluss. Was sich darin schon zeigte, ist ein Zug, der seine Arbeit bis heute bestimmt: Eigensinn und Renitenz gegenüber fertigen Antworten und vorgegebenen Wegen.
Seine bildnerische Arbeit entwickelte sich über Zeichnung, Malerei und traditionelle Druckgrafik. In der eigenen Druckwerkstatt arbeitete er über viele Jahre mit Radierung, Lithografie und Hochdruck. Später kamen digitale Bildverfahren, 3D und Animation hinzu. Dabei versteht Lienhart analoge und digitale Techniken nicht als Gegensätze. Im Mittelpunkt steht das Bild selbst und die Frage, wie aus Linie, Fläche, Material und Figur eine eigene Wirklichkeit entsteht.
Parallel zur praktischen Arbeit beschäftigt er sich mit theoretischen Fragen von Wahrnehmung, Bild, Wirklichkeit und menschlichem Verhalten. Dabei treffen naturwissenschaftliche Perspektiven, insbesondere aus der Biologie, auf Fragestellungen aus Philosophie, Kunsttheorie und Geisteswissenschaft. Aus dieser Verbindung ergeben sich Fragen, die sich weder rein naturwissenschaftlich noch rein geisteswissenschaftlich beantworten lassen.
Sein in Kürze erscheinendes Buch „Magie der Fläche“ untersucht die ontologische und kosmologische Sonderstellung der Bildfläche. Im Zentrum steht eine scheinbar einfache Frage, deren Folgen weit über Malerei und Kunst hinausreichen: Was ist eine Fläche eigentlich?
Weitere Arbeiten sind in Vorbereitung, darunter „Warum tanzt der Mensch?“ und „Über die Wirklichkeit“.
Kontakt
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Jörg Michael Lienhart
jml@inkyigel.com